Die wichtigsten Fragen und Antworten

Kosten/Erstattung durch Krankenkassen

Mittlerweile übernehmen fast alle gesetzlichen Krankenkassen zumindest anteilig eine osteopathische Behandlung. Verfahren wird dabei wie bei einem Privatpatienten. Dafür benötigen Sie von einem Arzt ein Privatrezept, mit dem eine oder mehrere Behandlungen verordnet werden. Dieses schicken Sie dann mit der Behandlungsrechnung an die Krankenkasse, die daraufhin die Erstattung vornimmt. Erkundigen Sie sich bitte vorab bei Ihrer Krankenkasse über die Voraussetzungen und das Prozedere.

Unter http:///www.osteokompass.de/de-patienteninfo-krankenkassen.html gibt es ein Übersicht über die Krankenkassen, die sich an den Kosten für eine Behandlung beteiligen.

Von den privaten Kassen werden die Kosten meist auch ohne Rezept erstattet, private Zusatzversicherungen tragen diese in der Regel teilweise. Bitte fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach, ob sie für Ihre Behandlung aufkommt. Selbstverständlich erstellen wir in in diesem Fall Ihre Rechnung nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker – kurz GebüH.

Die Kosten belaufen sich ab dem 01.02.2019 auf 85 € pro Behandlung, für den Ersttermin berechnen wir wie bisher 90 €. Bei Privatpatienten variieren die Beträge je nach Aufwand.

Die Behandlung

Abhängig vom Befund aus der Befunderhebung (Anamnese und körperliche Untersuchung), bei der im Körper eine Störung der Körperbalance dem Organismus zu schaffen macht, wird die Reihenfolge der Behandlungsschritte festgelegt. Diese Reihenfolge ist sehr individuell. Generell muss der gesamte Körper untersucht werden, und nicht selten ist es notwendig, sozusagen von „Kopf bis Fuß“ zu behandeln. Häufig wird der Beginn der Behandlung gar nicht an den Körperstellen sein, an denen die Beschwerden auftreten. Die Untersuchung und die Behandlung basiert auf sanftem Hineintasten in die Körpergewebe oder auch auf direkten manuellen Techniken an der Wirbelsäule oder anderen Gelenken.

Grundlage der Behandlung ist es, ein Gewebe, das nicht optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist, wieder in einen Zustand guter Versorgung zu bringen. Dabei werden am Körper Spannungsmuster, Bewegungen und Zustand der Gewebe ertastet und mittels verschiedenster Techniken mit den Händen im Sinne einer Normalisierung seiner Funktion beeinflusst. Die osteopathische Behandlung ist meist sanft, sollten dennoch wider Erwarten Schmerzen oder Unwohlsein auftreten, sollte dies dem Behandler sofort mitgeteilt werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der osteopathischen Behandlung hängt von den individuellen Beschwerden ab und dauert bei Erwachsenen zwischen 40 und 60 Minuten, bei Kindern 30 bis 60 Minuten. Die Antwort des Körpers auf eine Behandlung ist individuell. Sie kann sofort oder nach mehreren Tagen erfolgen.

Abstand zwischen den Behandlungen

Die Gewebeantwort auf eine Behandlung ist individuell sehr unterschiedlich. Kinder reagieren in der Regel schneller als Erwachsene, sodass unter Umständen eine wöchentliche Behandlung sinnvoll ist.
Bei Erwachsenen, deren Beschwerden schon länger bestehen, ist meist ein Abstand von 2 bis 4 Wochen zwischen den Sitzungen empfehlenswert. Je nach Befund und Reaktion des Organismus sind auch kürzere oder längere Intervalle denkbar.

Nach einer Behandlung

Es ist zu beobachten, dass nicht wenige Patienten, vor allem nach der ersten osteopathischen Behandlung, von verschiedenen Reaktionen auf körperlicher und emotionaler Ebene berichten. Oft kommt es zu einer kurzzeitigen Schmerzintensivierung, zu einem „Muskelkatergefühl“, manchmal zu leichter bis ausgeprägter Müdigkeit, leichte Benommenheit oder einfach einem Gefühl der Zufriedenheit.

Diese manchmal auftretende Erstverschlimmerung kann einen oder mehrere Tage andauern. Jeder Patient wird diese Impulse einer Behandlung individuell verarbeiten und erleben, weil jeder Körper auf Reize von Außen anders reagiert.

Somit wird in der Osteopathie die Reaktion auf eine Behandlung als ein Teil der angeschobenen Selbstheilungskräfte verstanden. Sollten sich keine merklichen Reaktionen zeigen, heißt das nicht, dass die Behandlung nicht „angeschlagen hat“. Auch hier gilt wieder: Jeder Körper reagiert individuell und nimmt auch die Reaktionen individuell wahr.